Östrogen – Östrogenmangel und Östrogendominanz
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Östrogen – Östrogenmangel und Östrogendominanz

geschrieben von

Anna Roell
10 Juli, 2023

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In der Welt der Hormone spielen Östrogene eine entscheidende Rolle, insbesondere in Bezug auf die Gesundheit von Frauen. Sie sind jedoch nicht nur für Frauen von Bedeutung, sondern beeinflussen auch eine Reihe von Prozessen im Körper von Männern. Sie wollen mehr über Östrogene und spezifische Zustände wie Östrogenmangel und Östrogendominanz erfahren? Dann lesen Sie gerne weiter.


Inhaltsübersicht


Was sind Östrogene?

Östrogene sind eine Gruppe von Hormonen, die hauptsächlich in den Eierstöcken bei Frauen aber auch in geringeren Mengen in den Hoden bei Männern produziert werden. Auch das Fettgewebe sondert Östrogen ab. Östrogene sind für die Entwicklung und Regulation des weiblichen Fortpflanzungssystems und der sekundären Geschlechtsmerkmale verantwortlich, beeinflussen jedoch auch zahlreiche weitere Vorgänge im menschlichen Körper. Östron oder E1 ist eine Form, die der Körper nach der Menopause produziert. Östradiol oder E2 ist die häufigste Form und kommt im Körper während der Fortpflanzungszeit, z. B. in der Pubertät, vor. Östriol oder E3 ist eine Form, die während der Schwangerschaft auftritt. Darüber hinaus gibt es Östetrol oder E4, das nur bei schwangeren Frauen im Körper vorkommt (Endocrine Society, 2022).

Welche Funktion haben Östrogene?

Östrogene spielen in vielen Bereichen des Körpers eine Rolle und zu den wichtigsten reproduktiven Funktionen, die Östrogen bei Frauen erfüllt gehören: 

  1. Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale 
  2. Regulierung des Menstruationszyklus
  3. Fördert Prozesse während der Schwangerschaft
  4. Einleitung der Menopause

Bei Männern reguliert Östrogen den Sexualtrieb, die Spermienproduktion und die Fähigkeit, eine Erektion zu bekommen. Dafür ist nicht nur, wie häufig vermutet, das als  männlich angesehene Hormon Testosteron zuständig. 

Östrogen hat bei Männern und Frauen auch mehrere nicht-reproduktive Funktionen, darunter:

  1. Einfluss auf Knochengesundheit
  2. Schützt das Herz-Kreislauf-System
  3. Unterstützt die Qualität der Haut
  4. Einfluss auf die Stimmung und das Wohlbefinden

Quelle: Cleveland Clinic, 2022

Östrogene in den Wechseljahren

Die Menopause oder auch Wechseljahre genannt, die von selbst eintritt (natürliche Menopause), ist ein normaler Teil des Alterns und wird definiert als ein komplettes Jahr ohne Menstruationsblutung. Die Menopause bezeichnen einen Zeitraum, in dem sich der Hormonspiegel einer Frau deutlich verändert und das Ende der Fähigkeit einer Frau, Kinder zu bekommen, anzeigt. Mit zunehmendem Alter produzieren die Eierstöcke weniger des Hormons Östrogen. Mit dieser Abnahme beginnt sich der Menstruationszyklus zu verändern, so dass er unregelmäßig wird und schließlich ausbleibt (Cleveland Clinic, 2021). Das Durchschnittsalter der Menopause liegt bei etwa 51 Jahren, bei Frauen, die rauchen, tritt die Menopause im Durchschnitt 2 Jahre früher ein (Whitcomb et al., 2018).  Auch körperliche Veränderungen können auftreten, wenn sich der Körper an die unterschiedlichen Hormonspiegel anpasst, sodass Symptome wie Hitzewallungen, nächtliche und Stimmungsschwankungen, trockene Haut und vaginale Beschwerden auftreten können (Johns Hopkins, 2023).

Was ist ein Östrogenmangel?

Östrogenmangel bedeutet, dass der Östrogenspiegel im Körper niedriger als normal ist. Unnatürlich niedrige Östrogenspiegel über einen längeren Zeitraum können zu Symptomen führen, die die Lebensqualität beeinträchtigen und langfristige Gesundheitsprobleme verursachen.

Was sind Ursachen für einen Östrogenmangel?

Zu den mögliche Ursachen für einen niedrigen Östrogenspiegel bei Frauen gehören:

  • Wechseljahre: Die häufigste Ursache für einen niedrigen Östrogenspiegel bei Frauen ist der natürliche Alterungsprozess. Mit Beginn der Wechseljahre (Menopause) produzieren die Eierstöcke weniger Östrogen. Das ist ein natürlicher Prozess und betrifft jede Frau in unterschiedlichem Alter (Cleveland Clinic, 2022).
  • Autoimmunerkrankungen: Es gibt auch bestimmte Autoimmunerkrankungen, die die Eierstöcke angreifen und dazu führen können, dass diese nicht mehr genügend Östrogen produzieren. Dazu gehört zum Beispiel die primäre Ovarialinsuffizienz, bei der der Östrogenspiegel frühzeitig abfällt und die Periode ausbleibt. Die Menopause setzt dann bereits vor dem 40. Lebensjahr ein (Mayo Clinic, 2021). 
  • Essstörungen: Essstörungen wie Anorexie nervosa (Magersucht) können die Produktion von Geschlechtshormonen, einschließlich Östrogen, beeinträchtigen. Die Unterernährung, die mit Essstörungen einhergeht, kann die normale Funktion der Eierstöcke hemmen und zu einem niedrigen Östrogenspiegel führen (Schorr & Miller, 2016).
  • Hypothalamische Amenorrhöe: ​​Bei Stress ( wie zum Beispiel durch intensiven Sport) und einer unzureichenden Nährstoffzufuhr kann es zu einer hypothalamischen Amenorrhöe kommen. Bei einer hypothalamischen Amenorrhö schüttet das Gehirn nicht genügend Hormone aus, um die Östrogenproduktion in Ihren Eierstöcken zu aktivieren. Infolgedessen bleibt die Menstruation vollständig aus. Frauen, die intensives Ausdauertraining betreiben, sind dafür besonders anfällig (De Souza et al., 2014).
  • Behandlungen mit Auswirkungen auf die Eierstöcke:
    • Hysterektomie oder Oophorektomie: Das sind chirurgische Eingriffe, bei denen die Gebärmutter (Hysterektomie) oder ein oder beide Eierstöcke (Oophorektomie) entfernt werden. Da diese Organe an der Produktion von Östrogen beteiligt sind, führen solche Eingriffe zu einem sofortigen und signifikanten Rückgang des Östrogenspiegels (American College of Obstetricians and Gynecologists, 2020).
    • Chemotherapie und Bestrahlung: Diese Krebsbehandlungen können die Eierstöcke schädigen und somit die Produktion von Östrogen reduzieren (Cleveland Clinic, 2022).
  • Genetische Faktoren: Das Turner-Syndrom, eine genetische Erkrankung, die nur bei Frauen auftritt und bei der nicht genügend Sexualhormonen wie zum Beispiel Östrogen gebildet wird  (NIH, 2021).  
  • Erkrankungen der Hirnanhangsdrüse: Die Hirnanhangdrüse schüttet Hormone aus, die die Eierstöcke anweisen, Östrogen zu produzieren. Falls die Hypophyse nicht genügend dieser Hormone ausschüttet, kann Ihr Körper einen niedrigen Östrogenspiegel produzieren (Cleveland Clinic, 2022).

Niedriger Östrogenspiegel bei Männern

Obwohl Männer viel weniger Östrogen produzieren als Frauen, ist dieses Hormon auch für sie wichtig. Ein niedriger Östrogenspiegel bei Männern kann infolge einer Unter- oder Mangelernährung, durch Fettleibigkeit, übermäßige körperliche Aktivität und chronischen Stress zurückzuführen sein. Auch durch einen Zustand, der Hypogonadismus genannt wird, kann sich der Östrogenspiegel beim Mann verändern.  Dies ist ein Zustand, bei dem die Testosteronproduktion in den Hoden abnimmt. Da ein Teil des Testosterons in Östrogen umgewandelt wird, kann eine geringere Produktion von Testosteron auch zu einem niedrigeren Östrogenspiegel führen (Healthline, 2019). Mit unserem Testosteron-Test können Sie Ihren Testosteronspiegel einfach und schnell selbst testen.

Was sind die Symptome bei einem Östrogenmangel?

Die Symptome eines Östrogenmangels können je nach Alter und individuellen Umständen variieren. Folgende Symptome können allgemein im Rahmen eines niedrigen Östrogenspiegels auftreten:

  1. Unregelmäßige oder fehlende Perioden
  2. Hitzewallungen und Nachtschweiß 
  3. Schlafstörungen
  4. Empfindliche Brüste
  5. Stimmungsschwankungen 
  6. Kognitive Beeinträchtigungen
  7. Gewichtszunahme, vor allem im Bauchbereich
  8. Vaginale Trockenheit und Unbehagen beim Sex 
  9. Trockene Haut 

Quelle: Cleveland Clinic, 2022

Manche Frauen bekommen aufgrund des Östrogenabfalls Menstruationsmigräne, d. h. starke Kopfschmerzen kurz vor der Menstruation. Ein Mangel an Östrogenen bei Männern kann zu Symptomen wie übermäßigem Bauchfett, geringem sexuellen Verlangen, Erektionsstörungen sowie Stimmungsschwankungen führen (Endocrine Society, 2022). 

Sie wollen sich selbst einen Überblick verschaffen?

Homed-IQ bietet eine Reihe von Hormontests für Frauen an, die bequem von zu Hause aus durchgeführt werden können. Diese Tests können ein nützliches Instrument zur Überwachung des Hormonhaushalts sein, insbesondere wenn es um Hormone wie Östrogen geht. Durch regelmäßiges Testen mit Homed-IQ- können Frauen ihren Östrogenspiegel überwachen und mögliche Unregelmäßigkeiten frühzeitig erkennen. Dies ermöglicht es Ihnen, proaktiv auf Veränderungen in Ihrem Körper zu reagieren.

Östrogenmangel und andere Erkrankungen

Die tiefgreifenden Auswirkungen von Östrogen auf den Körper unterstreichen nicht nur seine wichtige Rolle bei der Regulierung zahlreicher Körperfunktionen, sondern werfen auch Licht auf die potenziellen Risiken, die mit einem Ungleichgewicht dieses Hormons verbunden sind. Eine verminderte Östrogenproduktion kann weitreichende Auswirkungen haben und das Risiko für verschiedene gesundheitliche Probleme und Erkrankungen erhöhen.

  • Osteoporose: Östrogen spielt eine Schlüsselrolle im Knochenaufbau. Wenn der Östrogenspiegel sinkt, kann das zu einem Ungleichgewicht im Knochenaufbau und -abbau führen, was wiederum zu Osteoporose führen kann. Osteoporose ist durch brüchige und schwache Knochen gekennzeichnet, die leicht brechen können.
  • Herzkrankheiten: Östrogen hat eine schützende Wirkung auf das Herz. Es hilft, die Innenwände der Arterien flexibel zu halten und fördert gesunde Blutgefäße. Wenn die Östrogenspiegel fallen, können diese schützenden Wirkungen abnehmen, was das Risiko von Herzkrankheiten erhöht.
  • Kognition: Es gibt auch wissenschaftliche Beweise, die darauf hindeuten, dass ein niedriger Östrogenspiegel mit einem erhöhten Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer verbunden ist. Östrogen scheint einen neuroprotektiven Effekt zu haben, und sein Mangel kann die Gehirnalterung beschleunigen und die Anfälligkeit für solche Erkrankungen erhöhen (Sherwin, 2003).

Es ist wichtig zu beachten, dass niedrige Östrogenspiegel nicht immer zu diesen Zuständen führen. Oft sind mehrere Faktoren an der Entwicklung dieser Krankheiten beteiligt. Sollten Sie Symptome bemerken, die auf einen Östrogenmangel hindeuten lassen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Quelle: Cleveland Clinic, 2022

Wie kann ein Östrogenmangel behandelt werden?

Die Behandlung eines niedrigen Östrogenspiegels hängt von der zugrundeliegenden Ursache und den individuellen Bedürfnissen der betroffenen Person ab. Hier sind einige gängige Ansätze zur Behandlung eines Östrogenmangels:

1- Hormonersatztherapie (HRT)

Die Hormonersatztherapie (HRT) ist eine Behandlung, die verwendet wird, um die Symptome der Menopause zu lindern, die durch einen Abfall der Östrogenproduktion verursacht werden. Sie beinhaltet die Einnahme von Medikamenten, die Östrogen enthalten, um den Hormonspiegel im Körper zu erhöhen und Symptome wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und vaginale Trockenheit zu lindern. Eine HRT kann auch dazu beitragen, das Risiko von Osteoporose zu reduzieren. Allerdings ist sie nicht für jede Frau geeignet und sollte immer unter der Aufsicht eines Arztes durchgeführt werden, der die Risiken und Vorteile abwägt (NHS, 2022).

Welche Risiken sind mit einer HRT verbunden?

Eine Hormonersatztherapie kann das Risiko für bestimmte Erkrankungen wie Herzerkrankungen, Schlaganfall, Blutgerinnsel und Brustkrebs erhöhen. Die Risiken hängen jedoch von Faktoren wie dem Alter, der Art der Hormontherapie und der Krankengeschichte ab. Alle diese Risiken sollten von Ihnen und Ihrem Arzt berücksichtigt werden, wenn Sie entscheiden, ob eine Hormontherapie für Sie geeignet ist (Mayo Clinic, 2022).

2- Östrogen-Creme oder -Gel

Für Frauen, die nur lokale Symptome der Menopause wie vaginale Trockenheit und Beschwerden während des Geschlechtsverkehrs haben, kann die Zufuhr von Östrogen auch in Form einer Pille, eines Pflasters, eines Gels, einer Vaginalcreme oder eines langsam freisetzenden Zäpfchens oder Rings, den Sie in die Scheide einführen, eingenommen werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um die für Sie passende Behandlungsform zu finden (Mayo Clinic, 2022).

3- Lebensstil

Schließlich können Änderungen im Lebensstil, wie eine gesunde ausgewogene  Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichender Schlaf, dazu beitragen, die Gesundheit der Hormone zu unterstützen und den Hormonhaushalt zu verbessern. Achten Sie auf Ihre Stressbelastung und auf einen niedrigen Cortisolspiegel. Denn Stresshormone wie zum Beispiel Cortisol können dazu führen, dass die Hormone, die Ihr Fortpflanzungssystem regulieren, aus dem Gleichgewicht geraten (Cleveland Clinic, 2022). 

Was ist eine Östrogendominanz?

Eine Östrogendominanz tritt auf, wenn das Gleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron im Körper gestört ist, mit einem relativen Überschuss an Östrogen. Dies kann aufgrund von verschiedenen Faktoren zurückzuführen sein. Es ist wichtig zu beachten, dass dies keine medizinisch anerkannte Diagnose ist, aber einige Fachleute verwenden den Begriff, um eine bestimmte Gruppe von Symptomen zu beschreiben, die mit einem Ungleichgewicht dieser Hormone zusammenhängen könnten.

Was sind die Symptome einer Östrogendominaz?

Zu den Symptomen einer Östrogendominanz gehören:

  1. Unregelmäßige Menstruationszyklen
  2. Blähungen und Wassereinlagerungen
  3. Brustschwellungen oder -empfindlichkeit
  4. Stimmungsschwankungen, einschließlich Depressionen oder Ängsten
  5. Gewichtszunahme, insbesondere um die Hüften und Oberschenkel
  6. Kopfschmerzen oder Migräne
  7. Müdigkeit, Schlafstörungen
  8. Veränderungen des Libido

Quelle: Holland, 2023

Was sind die Ursachen für eine Östrogendominanz?

Östrogendominanz liegt vor, wenn der Östrogenspiegel im Verhältnis zum Progesteron zu hoch ist. Dies kann der Fall sein, wenn Ihr Körper zu viel Östrogen produziert, wenn Medikamente den Östrogenspiegel zu stark erhöhen oder wenn der Körper nicht in der Lage ist, Östrogen effizient zu verarbeiten. Mögliche Ursachen sind:

  • Gesundheitszustände: Bestimmte Erkrankungen können zu einem hormonellen Ungleichgewicht und einer Östrogendominanz führen, z. B. das polyzystische Ovarialsyndrom, Uterusmyome, genetische Erkrankungen oder Endometriose.
  • Chronischer Stress: Stress erhöht den Cortisolspiegel. Ein über einen längeren Zeitraum hoher Cortisolspiegel kann Progesteron verbrauchen, was zu einer Östrogendominanz führt.
  • Exposition gegenüber Xenoöstrogenen: Diese chemischen Verbindungen binden Östrogen im Körper und sind in vielen Alltagsprodukten wie Kunststoffen, Kosmetika und bestimmten Lebensmitteln enthalten.
  • Fettleibigkeit: Da Fettgewebe Östrogen ausscheidet, kann Fettleibigkeit zu einem übermäßig hohen Östrogenspiegel beitragen.
  • Medikamente: Eine Hormontherapie oder die Einnahme von östrogenhaltigen Verhütungsmitteln in zu hohen Dosen kann ebenfalls zu einem Anstieg des Östrogenspiegels führen.

Quelle: Cleveland Clinic, 2022

Wie wird eine Östrogendominanz behandelt?

Die Behandlung der Östrogendominanz zielt darauf ab, das hormonelle Gleichgewicht wiederherzustellen und die Symptome zu lindern. Dies kann auf verschiedene Weisen erreicht werden:

  • Lifestyle-Änderungen: Ernährungsumstellungen, regelmäßige Bewegung und Stressmanagement können nicht nur dazu beitragen, den Hormonspiegel auszugleichen, sondern auch den Körperfettanteil zu reduzieren. Eine Verringerung Ihres Körperfetts kann das Risiko einer Östrogendominanz verringern. Da Östrogen zu einem großen Teil über die Leber abgebaut wird, wird von übermäßigem Konsum von Alkohol abgeraten, um die Leber nicht zu belasten.  
  • Vermeidung von Xenoöstrogenen: Die Reduzierung der Exposition gegenüber Xenoöstrogenen kann dazu beitragen, das Hormongleichgewicht im Körper wiederherzustellen. Kaufen Sie, wenn möglich, Produkte in Glas- und Stahlbehältern anstelle von Plastikbehältern.
  • Medikamente: Vor der Einnahme von Medikamenten sollte zunächst die zugrunde liegende Ursache des hohen Östrogenmangels ermittelt und behandelt werden. Ihr Arzt kann Sie beraten, wenn sie bereits Medikamente einnehmen, die mit einem erhöhten Hormonspiegel in Verbindung gebracht werden können. 

Zu den Medikamenten, die den Östrogenspiegel im Körper beeinflussen, gehören: 

  • Aromatasehemmer: Diese Medikamente werden zur Behandlung von Brustkrebs eingesetzt. Sie hindern Ihre Fettzellen daran, Östrogen zu produzieren. 
  • Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH)-Agonisten: GnRH-Agonisten hindern Ihre Eierstöcke daran, Östrogen freizusetzen.

Die genaue Behandlung kann von Person zu Person variieren, abhängig von den spezifischen Symptomen und der individuellen Gesundheitsgeschichte.

Quelle: Cleveland Clinic, 2022

Zusammenfassung

Östrogene spielen eine entscheidende Rolle in vielen Aspekten der Gesundheit, sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Ein Ungleichgewicht dieser Hormone, sei es durch Mangel oder Dominanz, kann zu einer Vielzahl von Symptomen und gesundheitlichen Problemen führen. Es ist wichtig, einen gesunden Lebensstil zu pflegen, der eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung beinhaltet, um die Hormonbalance zu unterstützen. Bei anhaltenden oder schweren Symptomen sollte immer ein Arzt konsultiert werden.

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Über die Autorin

Anna Roell

Anna ist ausgebildete Krankenschwester und Gesundheitsökonomin mit dem Schwerpunkt Epidemiologie und verbindet ihre medizinischen und wissenschaftlichen Interessen. Ihr Ziel ist es, das Bewusstsein für medizinische Inhalte zu schärfen und diese auf verständliche Weise zu vermitteln. Am meisten schätzt sie am Leben in Amsterdam die aufgeschlossene, aktive Einstellung der Menschen, die Märkte und die großartige Natur in der Umgebung.